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Results, Reviews, Summary 2006
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VERBIER RIDE 2006 EVENT ZUSAMMENFASSUNG - English - Francais - Deutsch

"Das ist das unglaublichste, aufregendste Skifahren das ich in meinem ganzen Leben gesehen habe." Dieser spontane Ausruf eines britischen Verbier Urlaubers, Zuschauer des Verbier Ride 2006, spiegelt die Quintessenz der Veranstaltung, präsentiert von Peak Performance und ?driven by SAAB" wieder.

Das Verbier Ride 2006, in seiner sechsten Auflage, hat sich von einem lokalen Freeride Event zu einer offiziellen IFSA Freeskiing World Tour Etappe entwickelt. Der ISFA Präsident, gleichzeitig auch oberster World Tour Preisrichter, Jim Jack, kommentierte nach dem Ride 06, welches mit das beste Big Mountain freeskiing der Tour geboten hat, ?Dies ist ein spezieller Anlass. Die Atmosphäre ist unglaublich und die Mont Gele Wand einfach phänomenal."

Der Big Mountain freeskiing Teil ist die Hauptattraktion des Verbier Ride. Ein Big Mountain Wettkampf fordert von den Fahrern eine technisch sehr anspruchsvolle, steile Variante am Berg zu finden und diese dann so kreativ, sicher und schnell wie möglich zu bewältigen. Insgesamt fünf erfahrene Preisrichter bewerten dann die Abfahrt nach folgenden Kriterien: gewählte Linie, Kontrolle, Technik, Flüssigkeit sowie Aggressivität. Jedes Kriterium kann mit maximal 10 Punkten bewertet werden, Höchstpunktzahl insgesamt 50 Punkte. Die Note für die gewählte Abfahrtslinie spiegelt in erster Linie die Schwierigkeit und die Risikobereitschaft wieder und bildet das wichtigste Kriterium für die Gesamtleistung eines Wettkämpfers.


Hamish Acland - New Zealand


Adrien Courier - France

Die Westflanke des Mont Gele in Verbier, Schweiz, ist eine der anspruchvollsten Steilflanken die man mit Ski bezwingen kann. Sein perfekter, dreieckiger Gipfel thront majestätisch über der Attelas Gipfelstation. Ein Masse von schwarzem Gestein, wo sich zwischen Klippen, Felsbändern und steilen Rinnen kleine Schneefeldern befinden. Beim ersten Anblick ergeben sich nur kaum mögliche Abfahrten. Für den Sport des Freeskiing ist dies der perfekte Ort. Der amerikanische Freeskiing Profi und Verbier Ride Finalist Tyson Bolduc erklärt ? Diese Wand ist so krass, das sie dich mental und skifahrerisch ans Limit bringt".

Die Qualifikationsrunde war am Sonntag abgeschlossen und das Big Mountain Finale fand am Dienstag dem 21. Februar statt. Als die Weltelite sich am Start versammelt hatte, war die Anspannung förmlich spürbar. Nur einige würden sich für das am Mittwoch stattfindende ?Super Finale" qualifizieren können, um dort für World Tour Punkte und das von Ride Freesport und den Hauptsponsoren Peak Performance und SAAB gesponserte Preisgeld von Insgesamt 10.000 US-Dollar kämpfen zu können.


Die Abfahrten waren hervorragend, vor allem wenn die schwierigen Schneeverhältnisse in Betracht gezogen werden. Bei den Frauen dominierten Marte Lise Karlsen und Jess McMillan das Feld. Bei den Männern zeigten Craig Gabriel aus Kirkwood, Adrien Corier und Olivier Meynet, beide aus Frankreich die beste Kombination aus technischem Skifahren Flüssigkeit und Kreativität. Ex-Weltmeister Guerlain Chicherit kam auf Platz vier.


Adrien Courier - France


Jon Larson - Sweden

Für das Superfinale konnten sich am Mittwoch morgen sechs Frauen und neunzehn Männer am Fuße des Mont Gele versammeln, um den exponierten Aufstieg zum Gipfel zuwagen. Nach dem 30-minütigen Aufstieg waren alle Starter ausreichend aufgewärmt, als sie bei Ihren individuellen Startpositionen ankamen.

Das Superfinale bestand aus insgesamt zwei Läufen. Nur die besten drei Frauen und fünf Männer erhielten die Gelegenheit eines zweiten Laufes. Was die britische Freeskiing Ikone und Event Sprecher Jamie Strachan das Super-Duper-Finale taufte.

Da der Mont Gele eine echte Gefahr für die Athleten darstellt, stellte der oberste Preisrichter Jim Jack

eindeutig klar, das er zwar keine Linie von vorneherein ausschließen werde, die Verantwortung aber alleinig bei den Sportlern liege. Zum einen aus der Verantwortung jedem für sich selbst und in zweiter Linie dem Sport gegenüber. Diesen Appell haben alle beherzigt. Für viele der Zuschauer stellten sich die gewählten Linien trotzdem als purer Irrsinn da. Für die Preisrichter an Ihren Ferngläsern, fuhr trotzdem jeder auf der richtigen Seite des Wahnsinns.



Bei den Frauen qualifizierten sich Marte Lise Karlsen, Jess McMillan und Laura Ogden für den zweiten Lauf. Alle drei zeigten gewaltiges skifahrerisches können, mutige Linien und flüssiges fahren und beeindruckten die Preisrichter. Im zweiten Lauf legte Jess McMillan klar den besten Lauf des Tages bei den Frauen hin. Sie durchfuhr eine besonders exponierte Rinne, während der Schnee über die umgebenden Klippen rieselte. Das Gesamtergebnis jedoch setzte sich aus allen drei Finalläufen zusammen. Am Ende war es Laura Ogden's Beständigkeit welche Sie zum Gesamterfolg führte. Für Ihren präzisen, kontrollierten und runden Fahrstil gewann Ogden den Verbier Ride 2006 Big Mountain Titel und einen Scheck über 2.000 US-Dollar.

Die Auswahl der Linie ist der Schlüssel zum punkten. Das Verbier Ride 2006 sah die höchste jemals vergebene Wertung in der Freeskiing World Tour Geschichte. Tom Dunbar's Route wurde mit einer 9 bewertet. Wie Preisrichter Joey Smallwood kommentierte, ? Ich habe noch nie vorher eine 9er Linie gesehen. Ich glaube wir haben gar keine anderen Berge in der Serie wo dieses Ergebnis erzielt werden könnte. Kein Wunder wird der Mont Gele als spezieller Ort gepriesen.


Jess McMillan - USA



Cedric Pugin - France

Die restlichen Teilnehmer folgten Dunbar's Beispiel, ließen Ihre Skis rauchen und Ihrer Vorstellung freien lauf, als sie bemerkenswerte Routen in der Wand wählten. Manche, wie Peak Performance Fahrer Jon Larson hatten Pech. Larson verlor einen Ski bei der Landung über eine 18 Meter Klippe. Andere, wie der amerikanische Fahrer Justus Meyer, eröffneten eine neue Route über eine steile Traverse auf welcher der Schnee nach unten über die lebensgefährlichen Klippen rieselte. Sein Ausgang aus einer unüberwindbar scheinenden Felspassage, brachte nicht nur die Zuschauer sondern auch die Preisrichter auf Ihre Füße, welche Ihn mit viel Beifall ins Ziel begleiteten.

Die fünf Teilnehmer des zweiten Laufs waren Julian Gaidet, Cedric Pugin, Guerlain Chicherit, Craig Gabriel und vermeintlich unberührbar, Olivier Meynet.

Erneut gingen die Athleten im zweiten Lauf an Ihre Limits. Craig Gabriel war der erste der dem Druck nicht standhalten konnte. Nach einer schwierigen Landung im oberen Bereich verkantet ein Ski in einem tiefen Schneefeld, was zum Sturz und somit nur zu Platz vierführte. Dies beförderte Cedric Pugin auf den dritten Platz. Seine Läufe waren während der ganzen Woche lang schnell, sicher, flüssig und kontrolliert gewesen, was Ihm bei den Preisrichtern gute Wertungen einbrachte.



Guerlain Chicherit - France


Guerlain Chicherit - France


Als zweiter konnte sich, nach einer dreijährigen Absenz wegen vertraglicher Verpflichtungen seines Rally Engagements, der Freeskiing Star Guerlain Chicherit feiern lassen. Er überzeugte durch schnelles, gekonntes fahren auf Routen, die zuvor keiner gesehen hatte. Sein Resultat bringt Ihn an die Spitze der IFSA World Tour. Allerdings war auf dem Podium klar zu sehen, Chicherit will gewinnen und alles außer einem Sieg kommt für Ihn nicht in Frage.



Olivier Meynet - France


Olivier Meynet - France


Trotz allem war beim Verbier Ride 2006 der französische Freeskier, Olivier Meynet der Dominator von Anfang an. Seine Abfahrten wirkten so sanft, zugleich stark und schnell, das bei Ihm selbst höchste Schwierigkeiten viel einfacher aussahen als sie tatsächlichwaren. Dies war bei beiden Finalläufen eindeutig der Fall. Als er ins Ziel kam, war klar wer der Verbier Ride 2006 Big Mountain Champion sein würde. Sein Scheck über 4.000 US-Dollar war ein Dankeschön für eine Brilliante Freeskiing Darbietung.


From left to right - 2nd Place Guerlain Chicherit - France, 1st Place Olivier Meynet - France, 3rd Place Cedric Pugin - France


Big Air & Rails

Was jetzt noch kam war natürlich die Verbier Ride Big Mountain Party und am nächsten Tag der entspannte Big Air und Rail Jam Wettbewerb. Dies wurde bei den sonnen verwöhnten Pisten am Carrefour und der Bar 1936 durchgeführt. Der Rail slide wurde von dem 15-jährigen Freestyler Russ Henshaw gewonnen, dicht gefolgt von dem besten englischen Freestyle Fahrer, Andy Bennett. Beim Big Air war das Ergebnis das gleiche. Bennett's genialer ?switch seven", war gerade nicht gut genug um sich gegen Hanshaw's genialen ?switch nine" zu behaupten welchen er vom 16 Meter Rampentisch zum besten gab.


Russ Henshaw - Australia


Andy Bennett - UK


Big Air Winners from left to right - 2nd _Place Andy Bennett - UK, 1st Place Russ Henshaw - Australia, 3rd Place Alex Nevrohr - Suisse

Dieser Wettbewerb markierte das Ende des Verbier Ride 2006, präsentiert von Peak Performance und " driven by SAAB". Die Veranstaltung lieferte ein Freesking Festival der Extra Klasse und bestätigt, das Verbier die spirituelle Heimat der Freeskiing Bewegung ist. Dank Sponsoren wie Peak Performance und SAAB konnte der Event zur nächsten Stufe aufsteigen. Als ein integraler Bestandteil der IFSA World Tour stellt das Verbier Ride einen der bedeutendsten Events in der Weiterentwicklung des Skisports dar.

IFSA's Jim Jack sagt's in einem Satz, - "Die IFSA ist froh das das Verbier Ride ein Bestandteil der World Tour ist. Die Atmosphäre war fantastisch und der Ort unglaublich. Wir freuen uns darauf hierher zurückzukommen und das Verbier Ride in der World Tour 2007 begrüßen zu dürfen.

Written by Phil Martin (www.natives.co.uk)
Images by Peter Charaf, Yves Garneau